Kleine Farblehre

Um ein grundlegendes Verständnis von Farben zu schaffen, werden hier ganz kurz und knapp die wichtigsten Begriffe der Farblehre erläutert. Ganz gleich in welchem Beruf: die grundlegende Begriffe und Systeme sollten dir vertraut sein, damit du richtig gut werden kannst. Dazu gehört für Designer definitiv auch die Farblehre, die Farben systematisiert und auf einer Skala einordnet. Vielleicht hast du schon einmal von RBG und CMYK-Farben gehört. oder dich gefragt, warum manche Farben so gut miteinander harmonieren. Hier gibts ein paar kurze Antworten auf diese Fragen.

Wie entstehen eigentlich Farben? – Kurze Einführung in die Farblehre

Die Wahrnehmung von Farbigkeit entsteht durch Licht. Wenn Sonnenlicht auf einen Gegenstand trifft, reflektiert dieser Gegenstand einen Teil des Lichtes und Absorbiert einen Teil des Lichtes. Außerdem streut das Licht in eine bestimmte Richtung, die durch die Form des Gegenstandes bestimmt ist.

Anders ist es bei Lichtquellen, die selber farbig erscheinen – wie zum Beispiel ein Handydisplay oder ein Fernseher. Bestimmte Wellenlängen im Licht erzeugen eine bestimmte Farbe. Wenn im Licht alle Wellenlängen enthalten sind, erscheint ein Gegenstand weiß. Nimmt man alle Wellenlängen heraus, ist das gleichbedeutend mit dem ausschalten einer Lampe: es wird schwarz.

Was ist der Unterschied zwischen RGB und CMYK?

Wir haben gelernt, dass es zwei verschiedene Arten gibt, um Farbigkeit zu erzeugen. Diese Unterschiede sieht man auch im Vergleich von RGB und CMYK. Das ist zwar kein cooles Partywissen, aber total wichtig, wenn man Farbtreu gestalten möchte.

RGB kurz erklärt

Licht lässt sich in ganz einfach in seine einzelnen Farben zerlegen: in einem Regenbogen nimmst du das Farbspektrum wahr. Die Farben aus diesem Regenbogen, mit denen sich alle anderen Farben mischen lassen, sind die Namensgeber für RGB: Rot, Grün und Blau. RGB ist die Bezeichnung für Farben von Lichtquellen. Wenn man diese drei Komponenten zu gleichen Teilen mischt, nimmt man die Farbe weiß wahr. Wenn diese drei Komponenten komplett wegfallen, ist es dunkel und wir nehmen die Farbe schwarz wahr.

Wenn RGB Farben benannt werden, sind sie als Mischverhältnis angegeben. Es handelt sich um die additive Farbmischung. Die Hauptfarbe auf dieser Seite hört übrigens auf den schönen Namen R 252 G 170 B 0.

CMYK kurz erklärt

Stell dir vor, du mischst alle Farben in deinem Tuschkasten zusammen: es ergibt sich ein bräunlicher Ton. Weil die Mischung der erste drei Farben kein Schwarz erzeugt, gibt es in allen Farbdruckern vier Patronen: eine für Cyan, eine für Magenta, eine für Yello und meistens eine extragroße für Schwarz (damit auch reichlich Schwarz-Weiß gedruckt werden kann). CMYK ist die Bezeichnung für Farben von Gegenständen, die keine Lichtquellen sind. Weil der Buchstabe „B“ schon in RGB vergeben war, hat man sich auf K für „Key“ (einen Begriff aus dem Druckverfahren mit Papier) geeinigt.

CMYK Farben sind in Prozenten von 0 bis 100 angegeben.

Was sind HEX-Farbcodes?

Damit Farben auch von Computern schnell und einfach verstanden werden, muss die Bezeichnung geändert werden. Sie rechnen in einem anderen Zahlensystem, dass nicht auf einer Folge von Zehnerschritten beruht, sondern auf einer Folge von Sechzehnerschritten, dem Hexadezimalsystem. Dieses Zahlensystem benutzt die Buchstaben „A“ bis „F“ um die fehlenden Zeichen zu ersetzen.

Deshalb wurden alle Farben auf einer Skala von 000000 bis FFFFFF eingeteilt. Mit diesen Sechstelligen Farbcodes lassen sich also 2.821.109.907.456 Farben bezeichnen. Das sind also fast 3 Billionen Farben! Die Zusammensetzung der Codes ist an dieser Stelle nicht ganz so wichtig (hier kannst du mehr darüber lesen) – aber die Nutzung ist sehr effizient, weil eine kompakte Form für die Darstellung einer Farbe gefunden wurde.

3 Dinge, die du über Farblehre wissen musst

Damit du dir peinliche Fehler ersparst, fasse ich noch einmal zusammen, was du aus diesem Beitrag mitnehmen solltest:

  1. Arbeite immer mit dem „richtigen“ Farbsystem
    In unserem Fall ist das ganz einfach: Sketch ist ein Programm zur Gestaltung von Bildschirmen aller Art, deswegen spielt CMYK keine Rolle. Da führt uns zu Punkt zwei…
  2. Die Farbdarstellung hängt von vielen Faktoren ab
    Teste deine Projekte unter verschiedenen Bedingungen auf deinem Zielmedium, um sicher zu gehen, dass alles so aussieht wie du es dir wünschst.
  3. Farben umrechnen ist nicht exakt und deshalb schwierig
    Wenn du nur einen der oben beschriebenen Farbwerte hast und ihn in ein anderes Farbsystem überführen möchtest, musst du mit Umrechnungs- und Rundungsfehlern rechnen.

Die Farblehre ist ein eher trockenes Thema, das aber sicher die ein oder andere Grundlage fürs Gestalten mit Sketch erklärt und verdeutlicht. Du wirst viele Aspekte davon im Mischen von Farben und im Veröffentlichen deiner Arbeiten wiederfinden.

Links

Noch mehr über die additive und subtraktive Farbmischung.

Ganz spielerisch kannst du dir Farben und Farbräume bei Adobe Color zusammenstellen lassen.

Einen umfassenden Leitfaden zu Farbthemen gibt es auch bei Muz.li

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